Erstmals ist eine Grüne Grossratspräsidentin
Die Maisession markiert einen Meilenstein für die Grünen Wallis: Das Parlament wählte Céline Dessimoz als erste Grüne Grossrätin zur Grossratspräsidentin. Sie wird nun den Grossrat ein Jahr lang leiten.

Inhaltlich stand das neue Schulgesetz im Mittelpunkt. Die Grünen setzten sich dabei für ein inklusives Bildungssystem für Kinder mit Beeinträchtigungen sowie für stärkere Mitbestimmungsrechte ein. Ein wichtiger Erfolg für die Effizienz des Grossrates ist die Annahme der Motion von Emmanuel Revaz, welche die parlamentarische Arbeit durch kürzere Vorstösse entlasten soll. Enttäuscht zeigen wir uns hingegen darüber, dass der Grossrat möchte, dass die Wiesen zwei
Wochen früher gemäht werden dürfen, dadurch nimmt die Artenvielfalt ab. Unverständlich ist die Ablehnung der Resolution zur Aufnahme des Begri s „Femizid“ in das
Strafgesetzbuch. Kritik üben wir zudem an der Antwort des Staatsrats auf die Energie-Interpellation von Angela Escher. Obwohl das kantonale Energiegesetz seit Anfang des Jahres in Kraft ist, braucht es schnellere Massnahmen und klare Verantwortung, damit der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingt. Nur so kann das Wallis klimafit werden und den CO2-Ausstoss langfristig auf null senken kann. Zudem unterstützen wir die diskutierte Initiative für Mindestlöhne. Sie wurde zwar vom Grossrat abgelehnt, aber nun entscheidet die Walliser Bevölkerung darüber: Wer arbeitet, muss von seinem Lohn würdig leben können.