Ja zur Kriegsgeschäfte-Initiative

Unser Schweizer Geld finanziert die Kriege dieser Welt. Allein im Jahr 2018 investierten Schweizer Finanzinstitute wie die Nationalbank, die Credit Suisse und die UBS mindestens neun Milliarden US-Dollar in Atomwaffenproduzenten. Eine schockierende Zahl!

Die Waffen, die mit diesem Geld produziert und in den Kriegen dieser Welt eingesetzt werden, richten enormen Schaden an. Je mehr Waffen im Umlauf sind, desto eher können schon kleine Konflikte eskalieren, und je mehr Kriege es gibt, desto grösser sind die Flüchtlingsströme. Die Kriegsgeschäfte-Initiative setzt deshalb an der Wurzel des Problems an. Siewill die Finanzierung von Kriegsmaterial verbieten, indem Kreditvergaben an Kriegsmaterialproduzenten und der Besitz von Aktien und Anlageprodukte mit Aktien dieser Produzenten untersagt werden. Vom Verbot betroffen wären die Nationalbank, die AHV/IV, Stiftungen und Pensionskassen. Zudem soll sich die Schweiz dafür einsetzen, dass dieses Finanzierungsverbot auch für Banken und Versicherungen gilt. Als reiches Land und einer der grössten Finanzplätze der Welt trägt die Schweiz eine Verantwortung. Die Schweiz setzt sich als neutrales Land mit humanitärer Tradition für Menschenrechte, Frieden und diplomatische Lösungen ein. Gleichzeitig Milliarden von Schweizer Franken in Kriege und Konflikte zu investieren, ist unvereinbar mit der Schweizer Neutralität; denn Neutralität ist mehr als ein aussenpolitisches Instrument, das im Kriegsfall bedeutet, sich zu weigern, Partei zu ergreifen. Neutralität muss breiter verstanden werden: Sie ist ein Versprechen, Konflikte so zu lösen, dass auch in Zukunft keine Interessen mit Waffengewalt durchgesetzt werden müssen.  Mit einem JA zur Kriegsgeschäfte-Initiative am 29. November leisten wir einen Beitrag zu einer friedlicheren Welt.

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